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Eingestellt am: 08.05.2012

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Mediasch / Siebenbürgen

Neues aus Siebenbürgen

An alle Freunde unserer Arbeit in Siebenbürgen!

 

„Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Dieses war die Losung für das Jahr 2008. Der Dechant aus Schäßburg schreibt in seinem Jahresbericht dazu: „Dieses Wort aus Joh. 14, 19 spricht uns Trost und Zuversicht zu, selbst dann und dort, wo andere schon längst resigniert haben; es bedeutet, dass wir auch dort einen Sinn sehen sollen, wo andere nur abfällig den Kopf schütteln. Nichts soll uns mehr schrecken: keine sich verringernden Mitgliederzahlen, keine großen Aufgaben. die Losung hat uns Mut gemacht und macht uns Mut bis heute, weil unser Leben in Gottes Hand liegt, auch wenn nicht alles auf Rosen gebettet war… Gott, der Herr, möchte mit uns sein, jetzt und alle Zeit. Das gibt unserem Leben Qualität.“

 

Ein kurzer Blick in die Statistik der Landeskirche Siebenbürgens nennt uns die Seelenzahl der Gesamtgemeinde. Sie beträgt im Jahr 2008 13.561, das sind 273 Seelen weniger als im Vorjahr. Zum ersten Mal führt sie auch 34 Gemeinden auf, in denen keine Gemeindeglieder mehr wohnen. Der Eindruck wächst, dass die Stabilisierung der großen und mittleren Gemeinden sich durchsetzt. Das Leben der kleinen Gemeinden hängt von einzelnen beherzten Personen ab…

 

Mein letzter Bericht endete mit der Andeutung der Schwierigkeiten, die durch den Arbeitsaufwand und die Verwaltung von Hab und Gut der Kirche verbunden sind. Der Dechant aus Mediasch schreibt dazu: „Die Verwaltung des großen Kulturerbes der Väter ist immer neu eine Herausforderung und kostet viele Stunden und Nerven, um treu und gewinnbringend ein guter Verwalter zu sein. Zunehmend ist die Verwaltungsarbeit Projektarbeit geworden, denn ohne Projekt gibt es kein Geld - weder im sozialen und noch mehr im wirtschaftlichen Bereich.“ Ideenreichtum und Vielseitigkeit in jeder Art sind gefragt, ob es um Reparaturen oder Restaurierungen, um Probleme der Dächer oder des Mauerwerks, um Fragen der Entwässerung oder um Umbauten geht.

 

„Alle diese Projekte haben das Ziel, die geistlichen und lebendigen Zentren, die damals die Kirchenburgen waren, zu erhalten bzw. zu neuem Leben zu verhelfen. Nicht zu vergessen sind die zurückgegebenen Immobilien, der Wälder und der Grundstücke. Es gilt Gemeindeeigentum zu erhalten und zu vermehren, um es zu gegebener Zeit in der Gemeindearbeit zu verwenden.“

 

Neben einer intensiven Gemeindearbeit nimmt die diakonische Arbeit einen bereiten Rahmen ein, die sich in den einzelnen Bezirken unterschiedlich darstellen. Der Diakonieverein von Mediasch ist mit seinen einzelnen Arbeitszweigen ein besonders reges Unternehmen. Ein Brief von dort hat uns kürzlich erschüttert: „In der Nacht von Freitag zu Samstag (vor Pfingsten) wurde in das Büro des Diakonievereins eingebrochen. Der Tresor mit seinen 650 kg gestohlen. wir sind alle sehr bestürzt, besonders weil es sich um allerlei Geld handelt, das ausgezahlt werden sollte an hilfsbedürftige Leute für Lebensmittel, Medikamente, Heizung etc. Für die Kosten des Altenheims, die Einrichtung „Essen auf Rädern“, die Sozialstation „Samaritaner“ und die Jugendwerkstatt können wir ebenfalls nicht aufkommen. Laut Polizeiaussage sind die Chancen, das Geld zu finden, gleich Null.“ An diesem Diebstahl hat der Diakonieverein schwer zu tragen.

 

Allen Freunden Siebenbürgens gute Grüße und Dank für alle Hilfe,

 

Ihre Margarethe Goebel